Lieme – ESG I 5:3
Die Trauben hingen beim Auswärtskampf in Lieme, einem Ortsteil von Lemgo, erwartungsgemäß hoch. Deshalb fuhr ein Auto mit dem halben Team bereits am Vortag zur „Vorbereitung“ ins Lipper Land.
Der Liemer SK, der vor kurzem noch mit fast denselben Leuten in der 2.Bundesliga spielte, nominierte ebenso wie unsere erste Mannschaft auch Ersatz. Für Lieme geht es um nichts mehr. So gestaltete sich ein sehr intensiver Kampf über die volle Distanz unter ausgezeichneten Spielbedingungen.
Unser Youngster Arda hatte sehr schnell gespielt und verlor frühzeitig zwei Bauern. Dafür bekam er als Kompensation Angriffschancen, die bei genauem Spiel von ihm zu entscheidendem Vorteil geführt hätten. Leider musste er wegen des Materialnachteils nach 2 Stunden die Waffen strecken.
Der Ausgleich gelang aber Reiner am Spitzenbrett durch eine sehenswerte Partie mit einem Turmopfer, das sein starker Gegner (ELO 2400) lieber nicht angenommen hätte. Uli hatte sich wie immer positionell gut aufgestellt, musste sich aber im Laufe der Partie eines Königsangriffs erwehren, der den Gegner schließlich auf die Siegerstraße führte. Dazu gesellte sich ein Remis von Achim.
Michael (Bub) hatte sich eine optische Überlegenheit erspielt und wollte den Sack endlich zu machen, indem er an beiden Flügeln angriff. Das ermöglichte aber seinem Gegner einen tödlichen Konter mit zwei Schwerfiguren durch die Mitte auf den freistehenden König. Statt eines 2,5:2,5 stand es nunmehr 1,5:3,5 aus Elberfelder Sicht. Dennoch sah es an den restlichen Brettern noch recht gut aus.
Stammersatz Thomas (Fucki) zeigte überzeugend, dass er noch gewinnen kann und ließ seiner Gegnerin positionell keine Chance. Eine äußerst interessante Partie von Helge besiegelte aber die Niederlage der ersten Mannschaft. Sein Gegner gewann aus einer recht passiven Stellung heraus durch ein geschicktes Scheinfigurenopfer die Oberhand über die schwarzen Felder und konnte so ein Mattnetz knüpfen, weil Helge diese wichtigen Felder nicht mehr kontrollieren konnte.
Der Berichterstatter spielte zuletzt noch um den Sieg in einem Springerendspiel mit Mehrbauern und Restzeit des Gegners von 3 Minuten. Verärgert vereinbarte er dann aber selbst Remis in der Annahme, einen Fehler begangen zu haben, der zum Abtausch der restlichen Steine führe. Das war aber ein Irrtum. Die Stellung war gewonnen, weil der gegnerische König am anderen Brettrand seinem Springer nicht rechtzeitig zu Hilfe kommen konnte beim Aufhalten des letzten Bauern.
So muss die erste Mannschaft in der nächsten Spielsaison in der NRW-Klasse starten. Der Verlust von 3 Stammspielern im vergangenen Jahr war leider nicht zu verkraften.
[FN]