Klub Kölner Schachfreunde II – ESG I 2,5:5,5
Mit einem nie gefährdeten Sieg in der Kölner Innenstadt beim Tabellennachbarn KKS 2 konnte die erste Mannschaft das Tabellenende verlassen. Durch den plötzlichen Rückzug der Mannschaft aus Dormagen gelang der Sprung auf Platz 8. Leider zählt die vermeidbare Niederlage in der letzten Runde gegen Dormagen, während die Teams auf den Plätzen 6 und 7 kampflos gewinnen werden.
Zum Spielverlauf sei angemerkt, dass die Spielbedingungen aufgrund von zwei parallel stattfindenden Mannschaftskämpfen und einem fensterlosen, nicht klimatisierten relativ kleinen Spielsaal grenzwertig waren. Aber in Köln ist es nicht einfach für einen Schachklub , günstige Mietobjekte zu finden.
Reiner bekam früh ein Remisangebot, was er aufgrund der anderen Brettstellungen ruhig annehmen konnte. Uli verteidigte sich mit Schwarz ausreichend gegen die Angriffsversuche seines Kontrahenten, so dass auch diese Partie remis endete.
Helge hatte sich mit den weißen Steinen positionelle Vorteile erspielt, die er souverän alsbald in einen Sieg ummünzte. Frank hatte es mit einem Theorieduell zu tun, da sein Gegner ebenfalls langjähriger Holländisch-Spieler ist. Nach komplizierten Umgruppierungen und beidseitigen Qualitätsopfern entstand eine sehr ausgeglichene Stellung zum Remis. Leider hätte Frank kurz zuvor durch einen antipositionellen Zug klaren Angriffsvorteil erzielen können.
Achim ließ auch nichts anbrennen und erzielte ebenfalls mit einer absoluten Remisstellung einen halben Punkt. Torsten wickelte sein Wolgagambit in strategischer Reinkultur ab, konnte aber seinen erspielten Materialvorteil von Läufer und Springer gegen Turm im Endspiel nicht mehr zu einem ganzen Punkt umwandeln, weil sich alles auf einem Flügel abspielte und der gegnerische König sehr aktiv war.
Erfreulich siegreich gingen die letzten beiden laufenden Partien von Lahcen und Lorin aus. Während Lahcen in der ersten Hälfte der Partie schlecht stand, gewann er trotz akuter gesundheitlicher Probleme zunehmend die Oberhand und schließlich verdient die Partie. Edelreservist Lorin spielte positionell eine sehr ordentliche Partie und kam gemeinsam mit seinem Gegner in Zeitnot. Beide lebten nur noch vom Inkrement (30 Sekunden zusätzlich pro gemachten Zug). Lorin behielt die Nerven und besiegelte mit seinem Gewinn einen erfolgreichen Tag für Elberfeld.
[FN]