Ein schweres Los hat die Drittvertretung der Elberfelder Schachgesellschaft für die Saison 2026/27 gezogen; muss man doch den Weggang von Thomas Hölzer sowie das Sabbathjahr von Thorben Mantler verkraften. Leider löste sich die erhoffte Verstärkung durch Asef Hamdan und Nikolozi Patsatsia in Luft auf.
In der ersten Runde der neuen Saison wurden wir herzlich von Ulrich Knapp nach Vohwinkel eingeladen, die in Bestbesetzung antraten. Da nun auch Martin Keller wegen Urlaub nicht antreten konnte, sprang freundlicher-/dankenswerterweise Frank-Peter Tiegs von der Vierten ein, der uns gleich mit einem Sieg über Klaus Pietzka mit 0:1 in Führung brachte. Zwar versuchte der Vohwinkeler durch konsequentes Figurentauschen in den Remishafen einzulenken; doch behielt Frank-Peter das Läuferpaar und die Übersicht.
Wenig später konnte Mannschaftsführer Thomas Falk die nächste erfreuliche Nachricht vom Brett 6 mit einem Remis von Ralf Quast gegen Thomas Pellegrini aufs Ergebnisblatt notieren. In einer Partie, die nie die Remisbreite verließ, nahm Ralf das Remisangebot im 25. Zug bei leichten Vorteilen in einer verschachtelten Stellung an.
Und wir punkteten weiter an den hinteren Bretter; denn auch Rüdiger Horn konnte einen Zähler auf das Ergebnisblatt durch seinen Sieg über Mannschaftsführer Ulrich Knapp hinzufügen, nachdem er im 26. Zug mit seiner Dame (Dxb7) in die schwarzen Linien einfallen konnte. Der Turm folgte kurz darauf und die einzügige Mattdrohung dann im 56. Zug.
Das letzte positive Ergebnis steuerte Peter Wiesemann durch ein Remis gegen Wolfgang Nareike bei. In einem geschlossenen Doppelturmendspiel mit Springer gegen Läufer einigte man sich im 35. Zug auf die Punkteteilung.
An den vorderen Brettern hatten wir dieses Mal kein Glück und gingen leer aus. Als erster lief Neuzugang Viktor Martens in eine Springelgabel seines Gegenübers Tobias Lohmanns und musste die Qualität geben und später die Partie. Denis Krzysztala hatte gegen Knut Herbertz auch nicht mehr Glück, sondern lief im 21. Zug in ein Damenschach, das ihn zur künstlichen Rochade zwang. Diesen Vorteil nutzte Herbertz aus und zwang Denis im 31. Zug zur Aufgabe. Das gleiche Schicksal traf auch Geburtstagskind Dietmar Kaufmann, der sich im Schlagabtausch um den zwanzigsten Zug herum mit Bernhard Herbst verkalkulierte und ihm wenige Züge zum Partiegewinn gratulieren musste.
Nun kämpfte noch Mannschaftsführer Thomas Falk am Spitzenbrett gegen Andreas Hedge. Nach Dislocation seiner Damen geriet seine Stellung schwer unter Druck. Ihm gelang es jedoch, sich wieder zurückzukämpfen und drohte mit der Bauernumwandlung beziehungsweise mit einer Damen-Schachschaukel. Nach fast vier Stunden unterschätzte er jedoch den Sargnagel h5 und wurde im nächsten Zug mattgesetzt.
Trotz schweren Einstiegs in die Saison hat sich die Mannschaft tapfer geschlagen. Am 4. Oktober erwarten wir im Lokalderby die Schachfreunde vom BSC Wuppertal.
[thf]
