1. Bezirksliga: MTV Langenberg – ESG III 6 : 2
Auch im neuen Kalenderjahr hängen die Früchte in der Spitzenliga des Schachbezirks sehr hoch. Bislang unerreichbar hoch für die Spieler der Drittvertretung, die nach einer deutlichen Niederlage in Langenberg weiterhin um den ersten Saisonerfolg kämpfen müssen.
Einige Partien steckten noch in der Eröffnungsphase, da wurden zwei Bretter schon wieder aufgebaut. An Brett vier hatte Dietmar Kaufmann seinem Gegner Rades frühzeitig durch Zugwiederholung ein stummes Remisangebot unterbreitet. Der Langenberger nahm die Möglichkeit dankbar an, und somit war die Partie schnell beendet. Wesentlich heißer her ging es dafür an Brett drei her: Thomas Falk hatte in der Eröffnung eine Qualität erobert, sein Gegner Walczewski erhielt dafür gefährlichen Angriff und Initiative. Thomas war darauf bedacht, seine Dame zu retten, da schlug seine Gegenüber mit einem Königsangriff zu und gewann die Partie eindrucksvoll.
Rüdiger Horn hatte sich am 8. Brett lange Zeit gut verteidigt und die Stellung gegen Stratenwerth bald ausgeglichen. Er unterschätzte im Mittelspiel allerdings ein Springermanöver seines Gegners und verlor im Anschluss entscheidendes Material. Sehr mutig agierte Denis Krzysztala, der seinem Gegenüber Kelch bereits in der Eröffnung einen Bauern raubte. In der Folgezeit verblieb Denis‘ König jedoch in der Mitte, und mit einem weiteren Bauernopfer brach Kelch die Stellung auf. Eine nachfolgende improvisierte Rochade erfolgte zu spät, und Denis wurde am Ende Matt gesetzt.
Am 2. Brett hatte sich Martin Keller gegen den 350 DWZ „schwereren“ Wille mit den schwarzen Steinen gut verteidigt, fand sich jedoch bald in einem undankbaren Endspiel wieder. In gedrückter Stellung kämpfte Martin verbissen ums Remis, musste sich jedoch geschlagen geben, als ein gegnerischer Freibauer nicht mehr vor dem Umwandlungsfeld gestoppt werden konnte. Dafür konnte Thomas Hölzer ein zu diesem Zeitpunkt unerwartetes Remis an Brett fünf gegen Niermann vermelden. Thomas hatte bei einer Abtauschkombination eine Figur verloren, allerdings auch gefährlichen Königsangriff erhalten. Niermann war die Stellung nicht geheuer, und so gab er sich mit Dauerschach und dem Hälftchen zufrieden.
Mit der Niederlage von Peter Wiesemann an Brett sieben gegen Becker drohte der ESG bereits ein Debakel. Peter hatte die gesamte Spieldauer über Druck auf den gegnerischen Königsflügel ausgeübt, bis Becker sich mit einem ansehnlichen Qualitätsopfer auf die Siegerstraße manövrierte. Das drohende Debakel konnte Thorben Mantler am Spitzenbrett allerdings mit einem Sieg über Preuschoff verhindern:
Bei beidseitig schon knapper Bedenkzeit spielte Thorben à Tempo 26.d5, was Preuschoff etwas ungenau mit 26…Le2 beantwortete. Durchaus spielbar wäre 26…Txb2 27.Sxb2 Sc5 gewesen, mit laut Stockfish lediglich geringem Vorteil für Weiß. In der Partie folgten 27.dxe6 Txb2 28.Sxb2 Lxf1 29.Txf1 und der ESG-Akteur verblieb mit einer Mehrfigur.
Im Februar erwartet die Drittvertretung gleich zwei Mannschaftskämpfe mit vorentscheidendem Charakter: Sowohl der SC Solingen 1928 als auch der BSC Wuppertal sind aktuell Tabellennachbarn und somit direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.
[TM]