1. Bezirksliga: BSC Wuppertal II – ESG III 4 : 4
In einem dramatischen und spannenden Mannschaftskampf hat die Drittvertretung einen Rückschlag gerade noch abwenden können. Mit dem Punktgewinn im Stadtderby konnte zudem der Anschluss ans Tabellenmittelfeld wiederhergestellt werden.
Obwohl Mannschaftsführer Thomas Falk erstmals die Stamm-Acht aufbieten konnte, waren die Bedingungen beim Start der Uhren nicht optimal: Peter Wiesemann war aufgrund eines Missverständnisses in der Terminplanung nicht erschienen, sodass Brett acht kampflos an die Gastgeber ging. Die ersten ausgespielten Resultate waren zwei Punkteteilungen: Am 3. Brett tauschten Martin Keller und sein Gegenüber Weis zunächst sämtliche Leichtfiguren ab. Dann erzwang Martin den Damentausch und bot Remis an, das Weis annahm. An Brett zwei versuchte Thorben Mantler einen improvisierten Königsindischen Aufbau gegen die Englische Eröffnung seines Gegners Janz. Beiden war die ungewöhnliche Stellung nicht geheuer, sodass man sich bereits in der Eröffnungsphase auf Remis verständigte.
Dominik Hirsch hatte in dieser Saison erstmals am Spitzenbrett Platz genommen und erspielte sich gegen Schröder folgende aussichtsreiche Stellung:
Den Zug „23.f6+“ hatte Schröder offenbar unterschätzt, denn nach 23…Kg8 24.Dc1 gab er sofort auf.
Gewohnt kämpferisch zeigte sich Thomas Hölzer, der an Brett sechs gegen Hinrichs in der Eröffnung und im Mittelspiel jeweils einen Bauern verloren hatte. Thomas rettete sich ins Remis, indem er Hinrichs eine Falle stellte und mit einem feinen Springeropfer das materielle Gleichgewicht wieder herstellte. In wesentlich ruhigeren Gewässern schipperte die Partie von Dietmar Kaufmann, der am fünften Brett Krick gegenübersaß. Dietmar spielte gewohnt solide und führte mit gezielten Figurenabtauschen die Punkteteilung herbei.
Die ESG geriet allerdings noch einmal ins Hintertreffen, als Thomas Falk an Brett vier gegen July allmählich unter Druck geriet. Ursprünglich wollte Thomas die Bauernstruktur seines Gegners ruinieren, July wusste allerdings die halboffenen Linien geschickt für einen Königsangriff zu nutzen, der mit einem Mattangriff gipfelte. Somit geriet Denis Krzysztala, der es an Brett sieben mit dem routinierten Will zu tun hatte, unter Erfolgszwang, denn nur ein voller Punkt konnte die ESG noch vor einem Rückschlag bewahren. Denis blieb fokussiert, erspielte sich eine vorteilhafte Stellung und fand schließlich die Gewinntaktik:
mit 27.Sxc6! De8 28.Sxb8 Dxb8 29.Da4 Dc8 30.Ta8 Dd7 31.Dxd7 Lxd7 32.Lb4 Lc6 33.Tc8 Kg7 34.Txc6 bxc6 35.b7
Der Punktgewinn sichert den ESG-Akteuren vorerst einen Platz im unteren Mittelfeld und ist dem Klassenerhalt ein Stück näher gekommen. Um diesen zu sichern, werden aber wohl noch weitere Punktegewinne nötig sein.
[TM]